Die Wetterstation - Technik der eingesetzten Heavyweather WS-2300Basis-Empfangsstation / PC:
- DCF-77-Zeit- und Kalenderanzeige- Anzeige diverser Wetterdaten mit Speicherung Minima und Maxima:
- "Zwischenspeicherung" von bis zu 175 Wetter-Datensätzen (Messintervalle konfigurierbar) - Softwaredownload für PC gratis über http://www.heavyweather.info, inkl. Uploadsoftware für das Internet Thermometer-Hygrometer-Außensender Die Fühler für Temperatur und Feuchte sind in einer "Hütte" untergebracht. Diese dient gleichzeitig als Schnittstelle für die Daten vom Wind- und Regendaten. Von dort aus gelangen alle Werte per Kabel oder 433 MHz-Signal zur Basisstation. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wird die Temperatur und Feuchte ca. 4 m über Rasen gemessen. Die Messgenauigkeit des Temperaturfühlers ist nach ersten Erfahrungen hinreichend, die Feuchte lässt eher zu Wünschen übrig. Auch bei länger andauernden Nebellagen mit weniger als 100 m Sicht gibt es keine 100% relative Feuchte - kein Wunder bei einem Messbereich von 20 bis 95 %...
Regensensor Die Regendaten gelangen via Kabel zur "Hütte" und weiter zur Basisstation. Der Niederschlagsmesser basiert auf einer Wippmessung. Daher beträgt die kleinste Einheit 0,518 mm. Die Messgenauigkeit schwankt, was nicht zuletzt auch am suboptimalen Standort liegen kann. Bei schwachen Regenereignissen spricht das Gerät nicht oder erst stark verzögert an. Da der Messbehälter nicht beheizt ist, wird Schnee erst dann registriert, wenn er bei über 0 °C schmilzt. Es werden im Mittel nur ca. 70 % des gefallenen Niederschlags registriert. In den Tages- und Monatsauswertungen sind aber händisch korrigierte Werte hinterlegt, die auch recht homogen zu den Messungen der umliegenden Stationen ausfallen.
Windsensor Die Winddaten gelangen ebenfalls via Kabel zur "Hütte" und von dort weiter zur Basisstation. Der Wind wird in ca. 10 m über Grund ermittelt. Der Sensor ist an einem 1,3 m hohen Mast am Dachgiebel befestigt. Umwelteinflüsse durch Verwirbelungen u.ä. sind daher nicht auszuschließen. Die Messung der Windgeschwindigkeit ist konstruktionsbedingt ohnehin sehr mangelhaft. Die Erfassung der Windgeschwindigkeit ist richtungsabhängig. Das Flügelrad-Anemometer muss zur korrekten Messung immer erst in die Windrichtung gedreht werden. Durch die Trägheit der Windfahne kommt es in der Regel zu einer Unterschätzung des Mittelwindes, Böen werden nicht in vollem Umfang erfasst. Das Anemometer hat hohe Nachlaufeigenschaften und zeigt daher den Mittelwind bei gleichbleibender Windrichtung erhöht an. In den Tages- und Monatsauswertungen sind die Windwerte mit empirischer Formel "korrigiert". Zur Anzeige eines Versicherungsschadens können diese Messwerte in keinem Falle zugrunde gelegt werden.
Die aus meiner Sicht wichtigsten Messwerte Temperatur und Niederschlagsmenge sind durchaus brauchbar, zumindest nach manueller Korrektur in den Übersichten. Ein Hobby muss ja nicht immer gleich Berufung sein und bezahlbar bleiben. Der Autor ist Mitarbeiter des DWD... |
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